Ich bin ein „Gegenstromschwimmer“!

Irgendwie konnte ich das noch nie, einfach folgen ohne zu hinterfragen. Blind Gehorsam zu leisten passt mir schlichtweg nicht. Bei mir steht allen Gegebenheiten immer die Frage „WARUM?“ gegenüber. Versteht mich nicht falsch, ich bin auch absolut nicht erpicht darauf, ein knallharter, sich durchsetzender Anführer zu sein.

Ich denke mir, bevor man folgt, und selbst wenn man anführt, muss man verstehen, und wenn man nicht nachfragt, versteht man es vielleicht falsch, läuft den falschen Grundsätzen hinterher oder predigt diese. So geht das doch nicht!

Seit 7 Jahren arbeite ich mit Hundehaltern zusammen, die Fragen zur Erziehung ihrer Hunde haben und um Hilfe bei Verhaltensauffälligkeiten bitten. Gelernt habe ich ursprünglich eigentlich einen kreativen Beruf. Vielleicht auch der Grund, weshalb ich gerne mal andere Perspektiven einnehme und um Ecken denke!?

Was ich denke und weitergebe, hat sich in dieser Zeit erheblich verändert. Vom konventionellen Bandläufer zum Gegenstromschwimmer, kann man wohl sagen.

Albert Schweitzer, einer meiner beliebtesten Sprücheklopfer aller Zeiten, sagte einst:

Man darf nur das lehren, was man auch leben kann.

Ziemlich trefflich, wie ich finde! Mir geht es nämlich genau so.

Längst bin ich kein Einzelkämpfer mehr, mit meinem unkonventionellen Gedankengut. Trotzdem ist die breite Masse von Konventionellen geprägt und überzeugt. Dabei frage ich mich immer, wie stark diejenigen die Grundfesten ihrer Überzeugungen je selbst hinterfragt haben. Denn eines weiß ich, nach bisheriger Praxis und Studium ganz sicher, mit Logik kommt man gegen unfassbar viele irrwitzige Thesen der Hundeerziehung an!

Ich weiß, dass es für diejenigen, die sich mit so fremdartiger Materie bisher nicht beschäftigt haben, nach skurrilen Behauptungen klingen wird, was ich so von mir gebe. Ich schwöre Euch aber, dass ich nichts von mir gebe, was ich in der Praxis nicht schon erlebt und gesehen und als erfolgreich wahrgenommen habe.

Auch für mich war es ungewöhnlich, mich nach mehreren Jahren konventioneller Praxis mit etwas völlig Neuem zu befassen. Für die Nachvollziehbarkeit habe ich zwei ältere Artikel meines alten Blogs nach hier übernommen. Unter Vertrauen ist gut, Kommando ist besser? und Warum sich alles änderte, als ich mich änderte. kann man das nachlesen. 😉

Heute, nach zwei Jahren im Unkonventionellen weiß ich für mich aber, dass es die gravierendste und gleichzeitig allerbeste Veränderung meiner Geisteshaltung und meines Lebens war.

Deshalb möchte ich Euch an einigen meiner Gedankengänge teilhaben lassen. Ich rechne nicht damit, dass die breite Masse mir zustimmen und mich für die logischen Erkenntnisse beglückwünschen wird. Denn ich weiß um die kursierenden Absurditäten der Hundewelt, die allzu oft als ungeprüfter Status quo genommen werden. Doch vielleicht kann ich den ein oder anderen zum Nachdenken anregen. Über den Tellerrand zu schauen, kann nämlich unter Umständen den Horizont erweitern. 🙂

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